Der Grund für die Auszeit: Brustkrebs! Statt ein Ziel durchzusetzen, versuchte ich in der Auszeit zu spüren, wofür ich wirklich Lust habe - z.B. mich auf ein Projekt mit einer Frau einzulassen. Es war mein Experiment, die Bandbreite meiner Möglichkeiten auszureizen ... es ging mir um innere Prozesse, um feinstoffliche Themen. Ich bin so dankbar, dass ich mir diese Zeit allein genommen habe und dass das mein Ehemann ermöglicht hat. Wir haben gleichzeitig den Weg aus der Symbiose in eine echte Partnerschaft geschafft. Im März 2005 hatte ich ein harmlos aussehendes Knötchen aus der rechten Brust operieren lassen. Da Krebs diagnostiziert wurde, musste nachgeschnitten werden und Lymphknoten wurden entfernt. Die Brust wurde bestrahlt, ich machte eine (Anti)Hormon-Behandlung und spritzte Iscador. Im Januar 2006 liess ich auch ein Knötchen in der linken Brust entfernen. Ich hatte es 9 Monate vorher - noch im Spitalbett - entdeckt. 5 Ärzte versicherten mir, dass es sich nur um eine kleine Zyste handle! Leider war auch Nummer Zwei bösartig, allerdings eine andere Art Tumor. Da die Nachbehandlung bereits lief und der Eingriff so klein war, liess ich es bei der Operation bewenden.
Ich hatte bis Ende 2007 noch volle Lebensqualität; eine
Palliativ-Chemo war nicht sinnvoll, weil sie mir garantiert diese Energie
genommen hätte. Heilbar sind Metastasen nicht und die milde Chemo, die ich
ausprobiert habe, hat die Leber-Wucherungen überhaupt nicht beeindruckt. 2008 hat nun die Krankheitsphase begonnen...
Südafrika
mussten wir annullieren. Wir feierten den 9. Hochzeitstag am 28. Januar,
indem wir einem spektakulären Sonnenaufgang hinter dem Alpen-Panorama zuschauten (nur noch im Auto
sitzend, das wir gen Osten auf einem Hügel bei Bern stationiert hatten). Die schönen
Sachen sind so nah!
|